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Von Jacken aus Müll und Mortadella aus Erbsen – Was ist mein persönlicher Beitrag zum Klimaschutz?

Dr. Nele Dirks
18.05.2021 17
Brötchen mit Mortadelle, vielleicht aus Erbsen?

Klimaschutz beginnt im Kleinen. Es gibt keinen Grund zu warten. Deswegen habe ich in der vergangenen Woche zusammen mit über 150 Führungskräften von EWE meine Schritte für klimafreundliches Handeln festgelegt. Es ging um unseren ganz persönlichen Beitrag zum Ziel „Klimaneutrale EWE 2035“, und ich war begeistert von so viel positivem Tatendrang!

Wir alle merken, dass sich etwas ändern muss

Copyright! Wasserhahn zur Bewässerung eines Gartens

Was für ein Unterschied zu meinem Start bei EWE vor über zehn Jahren: Als eine meiner ersten Aufgaben habe ich damals meinen Kolleginnen und Kollegen in einer Vortragsreihe mit Hilfe von zwei Nudelsieben erklärt, wie der Treibhauseffekt funktioniert. Einige kannten den Unterschied zwischen den Phänomenen „Erderwärmung“ und „Ozonloch“ nicht, und viele fühlten sich vom Klimawandel persönlich überhaupt nicht betroffen. Das ist heute anders. Jeder Gartenbesitzer spürt (in den Oberarmen und im Geldbeutel), dass die Sommer heißer und die Niederschlagsmengen unberechenbarer werden. Urlauber fragen sich, wie lange sie noch intakte Riffe, Gletscher oder Inselwelten sehen und erleben dürfen. Wir alle merken zunehmend, dass sich etwas ändern muss, und wollen klimafreundlich handeln. Das zeigt nicht zuletzt der weltweit starke Zuspruch der Jugend-Bewegung „Fridays for Future“.

Beim Klimaschutz explodieren die Handlungsmöglichkeiten

Fahrad steht am Deich, davor eine Mohnblume

Die wahrgenommene Not zur Veränderung hat also deutlich zugenommen, aber die Hebel für Klimaschutz sind immer noch dieselben. Es geht im Großen wie im Kleinen um Mobilität, Energie, Ernährung und um unser Konsumverhalten. Glücklicherweise explodieren unsere Handlungsmöglichkeiten in diesen Bereichen geradezu: Ich denke da z.B. an den zunehmenden Komfort von Autos, Rollern und Fahrrädern mit Elektroantrieb, an die vielen regionalen und überregionalen Angebote für grünen Strom und grüne Wärme, an den rasanten Technologiefortschritt bei PV-Anlagen und anderen erneuerbaren Energietechnologien sowie an die zahlreichen innovativen Entwicklungen rund um klimafreundlichen Konsum.

Lösungen, die begeistern

Wer hätte gedacht, dass wir mal mit Begeisterung Jacken aus PET-Flaschen tragen, Mortadella aus Erbsen essen und vegane Schokoladenpuddings zubereiten werden? Ich vor zehn Jahren definitiv nicht. Damals bedeutete Klimaschutz noch der Verzicht auf Liebgewonnenes (z.B. auf Reisen, Autos, Klamotten oder Fleisch) – und war harte Arbeit. Schön, dass es mittlerweile so viele Lösungen gibt, die begeistern: „Yeah! Urlaub in Deutschland! Juchu! Radieschen aus dem Garten! Action! Mit dem E-Bike auf dem Deich!“

Was ist nun mein konkreter Schritt für dieses Jahr? Ich werde jede Woche ein neues vegetarisches Rezept in den Wochenplan einbringen und unser Kräuterbeet erweitern – so sollte sich doch die vegetarische Küche auch langfristig bei uns zu Hause durchsetzen! Und jetzt bin ich neugierig: Was sind klimafreundliche Lösungen im Kleinen, die euch begeistern? Was ist euer nächster Schritt?

Dr. Nele Dirks
Dr. Nele Dirks
Leitung Steuerung und Service im Geschäftskundenvertrieb
Nele ist promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin. Sie hat als Grundschülerin einen empörten Brandbrief an Bundeskanzler Helmut Kohl geschrieben und sich darin für den Schutz von Meeren und Walen eingesetzt. In ihrer Doktorarbeit ist sie der Frage nachgegangen, ob und wie sich die öffentliche Berichterstattung von Unternehmen zum Klimawandel über die Zeit verändert hat (Antwort: Ja und: es ist kompliziert). So kam sie zu EWE und hat dort mehrere Jahre Geschäftskunden zu Klimaschutz und Energieeffizienz beraten.  Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Katzen im Herzen Oldenburgs.
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Kommentare
2  Kommentar(e) zu:  Von Jacken aus Müll und Mortadella aus Erbsen – Was ist mein persönlicher Beitrag zum Klimaschutz?
Christina 08:31 02.07.2021
Hallo, ich möchte so gerne wissen, wie das mit den zwei Nudelsieben war. Ich suche händeringend nach einer praktischen Möglichkeit Jugendlichen den Treibhauseffekt zu verdeutlichen und würde mich sehr freuen, wenn ich näheres zu der Vorführung erfahren könnte. Viele Grüße Christina
Petra 08:13 21.05.2021
Hallo Nele, ich essen schon seit fast 30 Jahren vegetarsich. Seit ein paar Jahren beziehen wir unser Gemüse aus einer so genannten solidarischen Landwirtschaft aus unserer Region. Ich freue mich jede Woche erneut total, wenn ich die „Ernte einhole“.
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