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Nachhaltig leben - 5 Tipps für den Alltag

23.02.2022 5 Min 30

Jeden Tag essen wir etwas, kleiden uns und fahren gegebenenfalls mit dem Auto zur Arbeit. Wir verbrauchen Ressourcen, die schnell wieder verfügbar sein müssen. Doch was ist, wenn es diese Ressourcen nicht mehr gibt? Um eine Ressourcenknappheit zu vermeiden, müssen wir als Verbraucher nachhaltiger leben. Was genau es bedeutet, nachhaltig zu leben und warum es so wichtig ist, erfährst du hier. Unsere fünf Tipps erleichtern es dir, im Alltag nachhaltiger zu leben. 

Einkaufstasche gefüllt mit Spargel, Tomaten, Paprika, Möhren und einer Zwiebel auf grünem Hintergrund

Was heißt nachhaltig leben?

Nachhaltig leben bedeutet, Ressourcen zu sparen, damit nachfolgenden Generationen das Leben auf der Erde ermöglich wird. Das heißt, dass nur das gekauft oder genutzt wird, was wirklich gebraucht wird. In unserer von Konsum geprägten Gesellschaft fällt dies vielen jedoch schwer. Meist werden mehr Ressourcen genutzt, als sie nachwachsen oder nachproduziert werden können. Das führt zu einem Defizit. Damit genauso viele Ressourcen zur Verfügung stehen, wie gebraucht werden, müssen wir Menschen nachhaltig leben. 

Warum nachhaltig leben?

Nachhaltig zu leben hat sich in den letzten Jahren zu einem Trend entwickelt. Doch wieso macht es eigentlich Sinn, nachhaltig zu leben, und welche Vorteile entstehen dadurch? Nachhaltig zu leben ist wichtig, um den ökologischen Fußabdruck zu verringern. Damit bezeichnet man die Fläche, die ein Mensch benötigt, um den täglichen Bedarf an Ressourcen abzudecken. Dazu zählt zum Beispiel Kleidung oder Wasser. Je weniger Ressourcen ein Mensch zum Leben braucht, desto kleiner ist der ökologische Fußabdruck. Ein nachhaltiger Lebensstil bewirkt Folgendes:

  • Ressourcen sparen
  • Geldbeutel schonen
  • Artensterben verhindern
  • Klimawandel stoppen
  • Gesundheit fördern
  • Mehr Zeit für Familie und Freunde 

Tipp 1: Müll reduzieren und richtig trennen

Wer Dinge repariert, anstatt sie wegzuwerfen, trägt zum nachhaltigen Leben bei. Durch die Reparatur musst du kein neues Produkt kaufen und produzierst keinen neuen Müll. Sollte dennoch Müll entstehen, ist es wichtig, diesen richtig zu trennen, da es aufgrund von zu hohen Kosten nicht möglich ist, dies im Nachhinein zu tun. Doch gerade Produktverpackungen müssen recycelt werden. Denn so können bis zu 1,7 Milliarden Tonnen CO2 vermieden werden. Wie du richtig Müll trennst, kannst du auf der Seite der Verbraucherzentrale nachlesen.  

Besonders Plastikmüll belastet die Umwelt. Plastik zersetzt sich nicht und schadet der Tier- und Pflanzenwelt. Nutze stattdessen nachhaltigere Produkte, die du länger nutzen kannst und die sich schneller zersetzen. Verzichte auf Einwegprodukte wie Plastiktüten und nutze Stoffbeutel. Auch Gemüsenetze sind eine gute nachhaltige Alternative zu Plastiktüten. So sparst du ebenfalls Geld, da die Anschaffung eines Beutels langlebiger ist.  

Tipp 2: Das Auto stehen lassen

Das Auto gehört immer noch zu den beliebtesten Transportmitteln. Man kann zu jeder Zeit überall mit dem Auto hinfahren und macht sich somit unabhängig. Doch das Auto stößt 154 g pro Personenkilometer (g/Pkm) CO2 aus. Im Vergleich dazu stoßen Nahverkehrszüge mit nur 54 g/Pkm deutlich weniger CO2 aus. Das liegt unter anderem daran, dass Züge mehr Menschen transportieren. Autos sind im Durchschnitt mit nur 1,4 Personen besetzt. Aus diesem Grund ist es nachhaltiger, auf Züge und Busse umzusteigen oder Fahrgemeinschaften zu bilden.

Das Fahrrad hat keinen Motor und stößt keine Treibhausgasemissionen aus. Genau wie das Auto ist es flexibel einsetzbar, jedoch weitaus umweltfreundlicher. In manchen Zügen kannst du das Fahrrad auch mitnehmen und so lange Strecken umweltfreundlicher bewältigen. Wer kurze Wege zu Fuß zurücklegt, entdeckt nicht nur neue Orte, sondern tut darüber hinaus etwas für die körperliche Fitness. Im vorherigen Blogbeitrag kannst du mehr zum Emissionsvergleich von Verkehrsmitteln lesen. 

Tipp 3: Second-Hand-Kleidung und Fair-Fashion

Kleidungsstücke sind ein Konsumgut, wofür wir viel und gerne Geld ausgeben. Die Kleiderschränke sind oft überfüllt, doch der Großteil wird schon lange nicht mehr getragen. Damit das nicht passiert, wird es Zeit auszusortieren. Klamotten, die du nicht mehr anziehst, kannst du auf Flohmärkten verkaufen. So bekommen deine alten Kleidungsstücke einen neuen Besitzer und du verdienst dir ein bisschen Geld dazu. Natürlich kannst du selbst den Flohmarkt nutzen, wenn du neue Teile brauchst. Alternativ kannst du deine Kleider auch unter Freunden tauschen.

Wenn dir ein Kleidungsstück nicht mehr gefällt, dann kann ein neuer Anstrich sie oft wieder aufwerten. In vielen Drogerien gibt es Färbemittel, mit denen du deine alten Sachen aufpeppen kannst. Dies wird auch „Up-Cycling“ genannt.

Benötigst du doch neue Kleidung und wirst auf Flohmärkten nicht fündig, greife zu Fair-Fashion-Brands. Die Kleidung ist meist etwas teurer, jedoch wurde sie fair produziert. Neuerdings kannst du bei einigen Firmen dir Kleidung nicht nur kaufen, sondern auch leihen. Wenn du also ein Kleid für ein Fest brauchst, musst du es dir nicht teuer kaufen, sondern kannst es dir für diesen speziellen Anlass leihen und danach wieder zurückschicken.  

Tipp 4: Bewusst Einkaufen

Auch der Einkauf von Lebensmitteln ist ein wichtiger Baustein, um nachhaltig zu leben. Wie bereits erwähnt, ist Plastik schlecht für die Umwelt, da es sich nur schwer zersetzen lässt. Aus diesem Grund sollte darauf verzichtet werden, Dinge in Plastikverpackungen zu kaufen. Auch wer zu viele Lebensmittel kauft, tut dem Geldbeutel und der Umwelt nichts Gutes. Um kein Essen wegwerfen zu müssen, lohnt es sich, Mahlzeiten zu planen und bewusst nur das einzukaufen, was man braucht.

Wer regional und saisonal einkauft, kann ebenfalls wertvolle Ressourcen sparen und seinen ökologischen Fußabdruck verringern. Denn um Obst und Gemüse zu jeder Jahreszeit kaufen zu können, müssen diese von anderen Ländern importiert werden. Das kostet Lager- und Transportkosten. Deshalb macht es Sinn, Obst und Gemüse dann zu kaufen, wenn die Saison dafür ist – am besten von einem regionalen Händler.

Tipp: Das Wasser, das aus unseren Leitungen kommt, kann in den meisten Regionen ohne Bedenken getrunken werden. So sparst du dir nicht nur eine große Summe Geld, sondern musst auch keine schweren Wasserflaschen tragen.  

Tipp 5: Ernährung umstellen

Bei der Ernährung ist es nicht nur wichtig, wann die Lebensmittel gekauft werden und wo sie herkommen, sondern auch, was überhaupt gegessen wird. Besonders schlecht für die Umwelt ist dabei übermäßiger Fleischkonsum, da der CO2-Ausstoß der Fleischindustrie sehr hoch ist. Durch den Anbau von Futter für die Tiere werden zudem wichtige Lebensräume zerstört. Darüber hinaus brauchen die Anbaupflanzen und die Tiere eine Menge Wasser. Aus diesem Grund ist es nachhaltiger, auf fleischlose oder vegane Produkte umzusteigen. Die sind zudem oft gesünder. 

Viele Grüße,
  • Annika Schwarzer
Annika Schwarzer
Annika Schwarzer
Mitarbeiterin Konzernkommunikation
Nachdem Annika ihre Ausbildung zur Bankkauffrau abgeschlossen hatte, entschied sie sich dazu ihrem Interesse für Kommunikation nachzugehen, indem sie ein duales Studium (B.A.) bei EWE begann. Seit dem erfolgreichen Abschluss dieses Studiums arbeitet Annika in der Konzernkommunikation und beschäftigt sich dabei unter anderem mit den Websites des EWE Konzerns wie auch diesem Klimablog. Annika setzt sich seit ihrem Studium vermehrt mit Themen zum Klimaschutz und zur Nachhaltigkeit auseinander und versucht seither täglich einen eigenen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
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