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Was tun gegen den Klimawandel? 5 nützliche Tipps

07.04.2022 5 Min 32

Die Erde erwärmt sich stetig, die Lebensräume für Tiere und Menschen verkleinern sich aufgrund des steigenden Meeresspiegels. Die Folgen des Klimawandels sind überall auf der Welt zu beobachten. Die Ursache der steigenden Temperaturen sind unter anderem die ausgestoßenen Emissionen. Denn ein erhöhtes Aufkommen des Treibhausgases CO2 bewirkt, dass sich die Wärme auf der Erde staut. Für den Klimaschutz ist es also essenziell, Treibhausgase zu reduzieren und geeignete Maßnahmen einzuleiten. Welche Maßnahmen du im Alltag für den Klimaschutz ergreifen kannst, zeigen wir dir hier.

Person mit Fahrrad auf dem Wochenmarkt

Was ist der Klimawandel?

Klimawandel bedeutet, dass sich das Klima auf der Erde über einen langen Zeitraum verändert. Heutzutage erwärmt sich die Erde stetig, sodass die letzten sechs Jahre die wärmsten Jahre seit jeher waren. Die Erderwärmung fußt unter anderem auf dem hohen CO2-Aufkommen in der Atmosphäre, wodurch die Wärme auf der Erde gehalten wird. Kohlenstoffdioxid ist zwar ein natürlich vorkommendes Gas in der Atmosphäre, doch der Mensch und vor allem große Fabriken erzeugen so viele Treibhausgase, dass sich das Aufkommen um ein Vielfaches erhöht.

Deutschland hat es geschafft, die CO2-Emissionen zu reduzieren, doch im Jahr 2019 haben wir immer noch insgesamt 810 Millionen Tonnen Emissionen erzeugt. Die Folge: Die Erde heizt sich immer weiter auf, was wiederum zu einem erhöhten Meeresspiegel und Artensterben führt. Aus diesem Grund müssen wir uns für den Klimaschutz einsetzen. Unsere fünf Tipps zeigen dir, wie du im Alltag das Klima schützen kannst.

Tipp 1: Strom sparen und Ökostrom nutzen

Wer bei der Stromerzeugung auf erneuerbare Energien setzt, tut dem Klima etwas Gutes. Denn bei der Erzeugung von Strom mit fossilen Brennstoffen wie Kohle oder Öl wird viel mehr CO2 ausgestoßen als zum Beispiel bei Solar- oder Windenergie. Bürger und Bürgerinnen können sich ganze Photovoltaik-Anlagen kaufen, um selbst nachhaltig Energie zu erzeugen und sich teilweise unabhängig vom Stromnetz zu machen. Andere erneuerbare Energien sind Geothermie, Biomasse und Wasserkraft. Beim Stromtarif darauf zu achten, dass es sich um Grünstrom (Ökostrom) handelt, ist sinnvoll für den Klimaschutz. 

Auch ohne die eigene Photovoltaik-Anlage gibt es Möglichkeiten, mit denen du Energie sparen und den Klimawandel stoppen kannst: Setze zum Beispiel bei deinen Lampen auf energiesparende Birnen wie LED-Leuchtmittel. Diese verbrauchen bis zu 90 % weniger Energie. Andere elektrische Geräte solltest du ausschalten und nicht im Stand-by-Modus laufen lassen, wenn du diese nicht benutzt. Schon vor dem Kauf kannst du darauf achten, Geräte mit einer hohen Energieeffizienzklasse zu kaufen.

Tipp 2: Auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen

Für den Klimaschutz und um den eigenen ökologischen Fußabdruck zu verkleinern, lohnt sich der Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel. Denn ein Auto, welches nur mit einer Person besetzt ist, stößt in Relation zu einem gut gefüllten Zug oder Bus mehr Emissionen aus. Besonders, wenn du den Motor warmlaufen lässt oder er an Bahnübergängen permanent läuft, werden viele Abgase an die Umwelt abgegeben. Auch das Rasen oder untertourig Fahren sollten der Umwelt zuliebe vermieden werden.

Ein weiterer Vorteil der öffentlichen Verkehrsmittel: Du musst keinen Parkplatz suchen, keine Parkgebühren zahlen und dich nicht durch den stressigen Verkehr manövrieren. Wenn du dennoch gezwungen bist, das Auto zu nutzen, versuche Fahrgemeinschaften zu bilden. Oft wohnen Kollegen oder Freunde nicht weit entfernt und ihr könnt den Weg zusammenfahren.

Tipp 3: Richtig heizen und dämmen

Vor allem in der kalten Jahreszeit wird die Heizung in vielen Wohnungen aufgedreht. Das kostet nicht nur viel Geld, sondern wirkt sich auch negativ auf die Umwelt aus. Sorge für eine fachgerechte Dämmung deines Hauses beziehungsweise deiner Wohnung. So kann die empfohlene Raumtemperatur länger aufrechterhalten werden ohne zusätzliches Heizen. Für das Wohnzimmer empfehlen sich Temperaturen zwischen 19 °C und 22 °C, im Schlafzimmer darf es für einen erholsamen Schlaf auch etwas kälter sein. Die Rollos nachts herunterzulassen ist ebenfalls eine Maßnahme, um die Wärme länger in den Zimmern zu halten.

Neben den Wänden sollten auch die Heizkörper gedämmt werden. So entschwindet die Wärme nicht in der Wand, sondern wird in den Raum reflektiert. Das funktioniert allerdings nur, wenn die Heizkörper frei von Gegenständen sind. Setze auf eine moderne Heizung, die regelmäßig gewartet und entlüftet wird.

Tipp: Wenn du den Heizkörper auf Stufe 5 drehst, heizt sich die Wohnung nicht schneller auf. Es wird so lange geheizt, bis Temperaturen von etwa 28 °C erreicht sind. Auf Stufe 3 hingegen heizt sich der Heizkörper nur bis 20 °C auf. Demnach reicht es vollkommen aus, das Thermostat auf Stufe 3 zu drehen.

Tipp 4: Regionale und saisonale Lebensmittel kaufen

Viele Lebensmittel wie Bananen, Mangos und Avocados wachsen nicht in Deutschland und müssen deshalb aus fernen Ländern importiert werden. Sie werden meist auf großen Containerschiffen in die ganze Welt exportiert. Die Containerschiffe stoßen auf ihrem Weg eine Menge CO2 aus und nutzen Dieselöl als Treibstoff, was den Klimawandel verstärkt. Wenn die Lebensmittel in Deutschland angekommen sind, werden sie in Lagerhäusern untergebracht oder müssen gekühlt werden – auch dabei entsteht CO2. So tragen importierte Lebensmittel immens zur Erderwärmung bei. Darüber hinaus werden solche Lebensmittel meist unreif gepflückt und reifen erst während des Transports.

Regionale und saisonale Lebensmittel hingegen haben keinen langen Transportweg hinter sich und müssen auch nicht lange gelagert werden. So sind keine großen Mengen CO2 entstanden. Kaufst du regional, unterstützt du die Landwirtschaft in deiner Nähe und erhältst frisches Obst und Gemüse, welches nicht auf dem Transportweg gereift ist. Zudem sind Lebensmittel, die Saison haben, meist günstiger als solche, die lange gelagert oder importiert wurden.

Tipp 5: Plastik vermeiden

Ein weiterer Tipp ist es, Plastik im Alltag zu vermeiden. Plastikmüll ist eins der größten Probleme auf der Erde, da Plastik sich nicht zersetzt. Dabei gelangen schätzungsweise 4,8 bis 12,7 Millionen Tonnen Plastik in die Ozeane. Viele Fische und andere Meeresbewohner sterben daran, weil sie das Plastik fressen oder sich in Plastiktüten verfangen. Besonders Plastikstrohhalme sind ein Problem, da sie sich leicht in den Nasenlöchern von Schildkröten verhaken. Nicht nur die Entsorgung von Plastik ist problematisch, sondern auch die Herstellung, da hier viel CO2 erzeugt wird.

Deshalb ist es für den Klimaschutz wichtig, so gut es geht auf Plastik zu verzichten. Achte beim Einkaufen darauf, möglichst unverpackte Lebensmittel zu kaufen oder auf Bio-Produkte umzusteigen. Diese sind meist gar nicht oder in Papiertüten eingepackt. Wenn du die Einkäufe nach Hause bringst, nimm einen Stoffbeutel mit. Diesen kannst du immer wieder und für mehrere Jahre verwenden. Obstnetze ersetzen Plastiktüten, Strohhalme aus Glas oder Metall ersetzen kurzlebige Plastikstrohhalme.

Tipps in die Tat umsetzten

Bei diesen Tipps sollte für uns alle etwas dabei sein. So kann jeder von uns ganz einfach etwas für das Klima tun. Vielleicht setzt du schon einen oder sogar mehrere dieser Tipps um, aber vielleicht war auch etwas Neues für dich dabei, worauf du ab jetzt achten möchtest. Ich selbst achte bereits seit einiger Zeit vermehrt darauf, dass ich meine Geräte nicht im Stand-by-Modus laufen lasse und auch darauf, dass ich bei meinem Einkauf mehr saisonale und regionale Produkte wähle. Einen der gerade genannten Tipps habe ich bereits auf meiner Liste für diese Woche: Die Heizung entlüften. Kleiner Aufwand, große Wirkung. Welchen dieser Tipps wirst du umsetzten?  

Viele Grüße,
  • Nico Grieger
Nico Grieger
Nico Grieger
Referent Konzernkommunikation
Nach seiner Ausbildung bei EWE ist Nico in der Konzernkommunikation gestartet. Jeden Tag arbeitet er daran, dass EWE auch online mit passenden Websites präsent ist und gefunden wird. Schon seit langer Zeit befasst er sich mit den Themen richtige Kommunikation und Nachhaltigkeit. Neben seinen Aufgaben in der digitalen Kommunikation macht er ein Studium im Bereich Medienmanagement.  In seiner Freizeit ist Nico ein wahrer Musik-Enthusiast.
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