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7 Tipps zum Energiesparen im Homeoffice

07.06.2022 4 Min 14

Durch die Corona-Pandemie wurde das Arbeiten im Homeoffice immer mehr zum Alltag. Doch steigen gleichzeitig die Strompreise immer weiter an und auch die Klimakrise verschärft sich zusehends. Daher wird es immer wichtiger auch im Homeoffice Energie zu sparen, um die eigenen Energiekosten zu senken und auch in alltäglichen Dingen etwas gegen den Klimawandel zu tun. Hier folgen einige Tipps, wie dies auf einfache Weise im Homeoffice gelingt.

Foto von einem Laptop auf dem ein Online-Meeting stattfindet

Tipp 1: Kamera aus bei Online-Meetings

Schon bei den fast täglich stattfindenden Online-Meetings, z.B. über Microsoft Teams, kann leicht der Stromverbrauch gesenkt werden. Wenn eine Konferenz zwischen zwei Personen stattfindet und beide Personen die Kameras eingeschaltet haben, liegt der Energieverbrauch deutlich über dem Verbrauch, als wenn beide Personen die Kameras ausgeschaltet haben. Die Einsparung liegt hierbei sogar bei circa 23 %. Doch auch wenn nur die eigene Kamera eingeschaltet ist und die Kamera des Gegenübers ausgeschaltet ist, lässt sich schon 4 % Energie einsparen.

Tipp 2: Sparsame Internetbrowser nutzen

Auch der Gebrauch verschiedener Internetbrowser hat Auswirkungen auf den Energieverbrauch. Wenn die beiden viel genutzten Internetbrowser Microsoft Edge und Mozilla Firefox betrachtet werden, ist klar zu erkennen, dass der Browser Microsoft Edge deutlich sparsamer ist als Mozilla Firefox. So lässt sich mit dem Gebrauch von Microsoft Edge im Durchschnitt der Energieverbrauch um 9 % senken.

Tipp 3: Nicht genutzte Programme schließen

Zudem ist es so einfach wie wirksam nicht zu viele Programme auf einmal geöffnet zu haben. Wenn nur ein Programm geöffnet ist, ist der Energieverbrauch um 15 % geringer, als wenn viele Programme gleichzeitig geöffnet sind. Allerdings sollte hierbei beachtet werden, dass Programme beim Öffnen und Schließen viel Energie verbrauchen. Wenn Programme also mehrfach am Tag gebraucht werden, sollten diese geöffnet bleiben. Doch Programme, welche nur ein- oder zweimal am Tag benötigt werden, sollten direkt nach dem Gebrauch geschlossen werden, um Energie einzusparen.

Tipp 4: Sparsame Arbeitsgeräte verwenden

Eine weitere Möglichkeit, wie der Energieverbrauch im Homeoffice gesenkt werden kann, ist die Wahl des Arbeitsgerätes. Dafür muss dieses natürlich frei wählbar sein. Zwar ist die Energieersparnis zwischen dem Gebrauch von einem Tablet und einem Laptop, mit einer Ersparnis von 5 bis 9 % nicht sehr groß. Doch kann mit der Nutzung eines Laptops im Gegensatz zu einem Desktop-PC bis zu 85 % Energie gespart werden.

Grafik zum Verbrauch unterschiedlicher Arbeitsgeraete

Tipp 5: Laptop in längeren Pausen herunterfahren

Den Laptop in Pausen in den Standby-Modus versetzten oder doch ganz ausschalten? Schon ab einer Pausenzeit von 6 Minuten lohnt es sich den Laptop komplett herunterzufahren und ihn nicht mehr in den Standby-Modus zu versetzen. Ab dieser Dauer ist der Energieverbrauch beim Hoch- und Runterfahren geringer als der Energieverbrauch eines Laptops im Standby-Modus.

Tipp 6: Bildschirmhelligkeit senken

Eine weitere Möglichkeit, wie im Homeoffice energiesparend gearbeitet werden kann, ist die Anpassung der Bildschirmhelligkeit am Laptop. Bei einer Verringerung der Bildschirmhelligkeit von 100 % auf 0 % kann der Energieverbrauch um 30 % gesenkt werden. Allerdings ist dies gerade bei einer hohen Helligkeit in der Arbeitsumgebung nicht immer einwandfrei umsetzbar. Doch auch schon bei einer Verringerung der Bildschirmhelligkeit von 100 % auf 50 % kann 25 % Energie gespart werden. 

Tipp 7: Bildschirmschoner deaktivieren

Grafik zumVerbrauch von Bildschirmschonern im Vergleich

Früher praktisch, heute ein unnötiger Energieverschwender - der Bildschirmschoner! Der Bildschirmschoner war bei früheren Computern wichtig, damit sich ein Standbild nicht in den Röhrenbildschirm einbrennt. Heute dient er allerdings nur noch zu dekorativen Zwecken und verbraucht unnötig viel Energie. Ein aktivierter Bildschirmschoner verbraucht rund 30 % mehr Energie, als wenn der Bildschirm aus ist. Dagegen ist sogar ein aktivierter Sperrbildschirm noch wesentlich sparsamer, da dieser 20 % weniger Energie braucht als ein aktivierter Bildschirmschoner. Doch am sparsamsten ist immer noch ein schwarzer Bildschirm, wenn sich der Laptop im Standby-Modus befindet.

Fazit: Es gibt einfache Möglichkeiten im Homeoffice den Energieverbrauch zu senken

Mit einigen Einstellungen am eigenen Laptop oder PC lässt sich also eine Menge Energie im Homeoffice sparen. Dies fängt bei der Wahl des richtigen Browsers an und endet mit der richtigen Auswahl der Bildschirmhelligkeit des Arbeitsgerätes. Auch uns haben bei der Durchführung der Versuche einige Ergebnisse erstaunt und wir mussten feststellen, dass auch wir nicht immer energiesparend gearbeitet haben. Doch es kann sehr einfach sein im Homeoffice Energie zu sparen, dadurch das Portemonnaie zu schonen und gleichzeitig etwas Gutes für unsere Umwelt und das Klima zu tun.

Sinnvolle Maßnahmen sind auf jeden Fall eine Reduzierung der Bildschirmhelligkeit, die richtige Auswahl des Arbeitsgerätes, das Schließen von unnötigen Programmen oder auch die Auswahl eines sparsamen Browsers. Ob man seine Kamera in Online-Meetings zum Wohle des Energiesparens deaktivieren möchte, muss wohl jeder für sich entscheiden.

Viele Grüße,
  • Jette Landwehr
  • Malte Böhmichen
Jette Landwehr
Jette Landwehr
Duale Studentin Elektrotechnik
Jette hat im Sommer 2021 das duale Studium Elektrotechnik bei EWE begonnen. Sie ist abwechselnd in den Praxisphasen in der Ausbildungswerkstatt in Oldenburg und in den Theoriephasen an der PHWT in Diepholz anzutreffen und lernt so die Grundlagen der Elektrotechnik.
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Malte Böhmichen
Malte Böhmichen
Dualer Student Elektrotechnik
Malte absolviert seit dem Sommer 2021 sein duales Studium mit der Fachrichtung Elektrotechnik bei der EWE. Durch seine Arbeit in der Ausbildungswerkstatt konnte er viele interessante Einblicke in das Thema Klimaneutralität erlangen und begeistert sich seitdem für alles rund um das Thema Klimaschutz. 
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